Schnellsuche
Projekte-Details
Krematorium Sennefriedhof der Stadt Bielefeld
Nicht nur strenge Umweltrichtlinien für Einäscherungsanlagen, auch architektonische Herausforderungen waren zu meistern

Mit der Einführung der 27. BImSchV. vom 19. März 1997 ist der Betrieb von Einäscherungsanlagen bezüglich der Emissionen neu geregelt. Die Verordnung regelt in Anlehnung an die 17. BImSchV. die Feuerungsbedingungen sowie die Emissionsgrenzwerte von Kohlenmonoxid, Stäuben, Dioxinen und Furanen und deren kontinuierliche Messungen.

Für die Nachrüstung von Altanlagen besteht eine Übergangsfrist von drei Jahren, so dass die Stadt Bielefeld im Laufe des Jahres 1997 die Planungen für einen Neubau neben dem im Jahre 1912 gebauten Krematorium beendete und im Oktober 1997 die Kraftanlagen Anlagentechnik Hamburg GmbH als Generalunternehmer für die technische Anlagenausrüstung mit der Durchführung des Projekts betraute. Der Auftragsumfang erstreckte sich von der Montageplanung über die Errichtung und Inbetriebnahme bis zur Dokumentation.

Die Anlage besteht aus drei Einäscherungsanlagen mit Etagenöfen, Abgasanlagen mit Abgasreinigung, Schornstein-, Rückkühl- und Netzersatzanlage sowie einer Wärmeauskopplung mit Absorptionskälteerzeugung und verschiedenen Nebenanlagen.

Die während des Einäscherungsbetriebes anfallenden Abgase mit Temperaturen von 850-1200 °C müssen in nachgeschalteten Abgaskühlern mit einer Kühlleistung von jeweils ca. 700 kW auf Temperaturen von 120-140 °C abgekühlt werden. Die nachfolgenden Abgasreinigungsanlagen bestehen im wesentlichen aus einem Zyklon zur Funkenabscheidung, einer Additivzuführung mit nachgeschaltetem Umlenkkugelreaktor und einem Gewebefilter mit automatischer Abreinigung. Ein Saugzuggebläse am Ende der Abgasstrecke regelt den Unterdruck in der Ofenanlage.

Die gesamte Anlage wird durch ein übergeordnetes Steuerungs- und Regelsystem betrieben. Über einen Datenbus ist die übergeordnete Steuerung mit den Feldsteuerungen der Einzelaggregate und den übrigen Nebenanlagen verbunden. Ein Visualisierungssystem ermöglicht es jederzeit, die Betriebszustände der Anlage einzusehen.

Eine besondere Herausforderung war die harmonische Integration des Neubaus in die vorhandene Bausubstanz. So wurden hinsichtlich des Zusammenspiels von Architektur und Technik hohe Anforderungen gestellt.


  
Auftraggeber:  Stadt Bielefeld
   
  Kraftanlagen Hamburg GmbH
Fangdieckstraße 68
D-22547 Hamburg
   
Telefon +49 40 54716-0
Telefax +49 40 54716-100
   
E-Mail info@ka-hamburg.de
Infos www.ka-hamburg.de